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NYLONSTRÜMPFE

Zu Beginn eine kleine Einführung in die Geschichte des Nylonstrumpfes. 

1935 wurde erstmalig von dem Chemieunternehmen DuPont der Nylonfaden in den USA entwickelt und vorgestellt. 

Am 15.Mai 1941 verkaufte DuPont an einem Tag - in ausgewählten Metropolen -  in den USA    5 Millionen Paar Nylonstrümpfe. Dabei gingen viele Kundinnen leer aus.

1941, mit dem Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg, kam es zur Verknappung, da die Nylonproduktion primär für die Herstellung von Stoffen für Fallschirme und Zelte benötigt wurde.

Wenige Tage nach Kriegsende, im August 1945 kündigte DuPont den erneuten Beginn der zivilen Produktion von Nylonstrümpfen an. 

Die Verantwortlichen hatten jedoch nicht mit der großen Nachfrage gerechnet, die in der Zwischenzeit entstanden war. Die Konsumentinnen hatten die seidige Beschaffenheit, Feinheit und Transparenz des Stoffs sehr geschätzt.                                                          Als die ersten produzierten Artikel in den Kaufhäusern der Großstädte angeboten wurden, kam es laut Presseberichten zu Ausschreitungen.                                                                    Bei Macy’s in New York wurden innerhalb von sechs Stunden 50.000 Paar verkauft. In Pittsburgh standen 40.000 Personen in der Warteschlange für 13.000 Paar Strümpfe. 

Erst im März 1946 konnte der US-Bedarf nach Nylon gedeckt werden.                                Von diesem Zeitpunkt an war Nylon das meistgefragte Material bei der Strumpfherstellung.

In den Jahren 1945 bis 1955, bestimmte der Nylonstrumpf mit Naht den Markt.                Man machte aus der Not eine Tugend, denn es gab noch keine Wirkmaschinen, die die erforderlichen „Rundlinge“ produzieren konnten – so musste das flache Gewirke durch Zusammennähen in Passform gebracht werden, gleichzeitig gab die rückwärtige Naht „eine schlanke Optik“, sofern die Trägerin die Strümpfe nicht schief oder verdreht trug. Typischerweise reichten die „Nylons“ etwa bis zur Mitte der Oberschenkel hinauf und wurden dort am Saum mittels längenverstellbaren Strapsen (Strumpfhaltern) von Hüftgürtel oder Korsett gehalten.

Mit Verbesserungen der Wirktechnik gelang es schließlich die Strumpfrohlinge „endlos“ rund zu stricken. 

Dabei entsteht ein unifarbener Schlauch (engl. Hose, d. h. Pantyhose für Strumpfhose), der passend in der Länge geschnitten, an Ferse und Saum vernäht, mittels Hitze über einer Matrize in Form gebracht und auf Kundenwunsch eingefärbt wird. 

Ab 1955 bis 1965 gewann dann dieser nahtlose Strumpf langsam die Oberhand. 

1965 bis 1970 begann – zusammen mit dem Minirock – die Strumpfhose (deren Produktionsweise weitestgehend der der Strümpfe entspricht) den Markt zu erobern und wird heute von der Mehrzahl der Trägerinnen Strapsstrümpfen oder auch halterlosen Feinstrümpfen vorgezogen.

Soweit die Enstehungsgeschichte des Nylonstrumpfes bzw. der Strumpfhose.

Heute wird im Rahmen des Feminismus und der Emanzipation, leider aus einer gewissen Ecke  versucht, Nylon- und Nahtstrümpfe zu sexualisieren und zu Fetish-Objekten herabzuwürdigen.

In diesem Zusammenhang ist es schon erstaunlich, was eine simple Naht an einem Frauenbein in den Köpfen vieler Männer auslöst.

Sicher mag es auch den einen oder anderen Menschen geben, der eine besonders ausgeprägte Vorliebe zu diesen wunderbaren "Beinschmeichlern" entwickelt hat, genauso wie es Menschen gibt, die eine fanatische Vorliebe zu allen möglichen anderen Gegenständen entwickelt haben.

Ich trage nahtlose Strümpfe und Nahtstrümpfe - weder um jemand zu provozieren, noch betrachte ich sie als Fetisch-Objekte - sondern weil sie mir schlicht und ergreifend gefallen! 

Für mich sind sie wunderbare Kleidungstücke, die die Wirkung eines schönen Frauenbeins in Verbindung mit der entsprechenden Oberbekleidung unterstreichen und sich wohltuend von der mittlerweile überall vertretenen Schar der Hosen tragenden Unisex-Anhängerinnen abheben. Sicher ist das Tragen von Strümpfen mit Strumpfhaltergürtel und Strapsen umständlicher als eine Strumpfhose anzuziehen.

Trotzdem, oder gerade deshalb genieße ich dieses einmalige besondere Gefühl!

Wann haben sie das letzte Mal eine elegant, mit Rock oder Kleid gekleidete Dame in der Fußgängerzone oder im Stadtgeschehen gesehen?

Letzten Endes ist es - vom Preisunterschied mal abgesehen - reine Geschmacksache, ob man die echten Nylonstrümpfe, der Strumpfhose - oder umgekehrt - vorzieht 

Ich persönlich habe im Laufe der Zeit ein ausgeprägtes Faible für die glatten und nicht dehnbaren Nylonstrümpfe entwickelt und trage sie täglich zu Röcken und Kleidern. 

Zu engen, eleganten Röcken wähle ich in der Regel Nahtstrümpfe in unterschiedlichen Farben. Zu einem Jeansrock sieht ein nahtloser Strumpf besser aus.

Nylonstrümpfe fühlen sich auf der Haut ganz anders - kühler - als die heute üblichen Strumpfhosen an.                                                                                                                  Ich liebe dieses Gefühl.                                                                                                          Außerdem ist das Maschenbild viel gleichmäßiger, was zu einer durchgehend einheitlichen Färbung der Beine führt.

Unter Jeans oder anderen Hosen gebe ich aus Bequemlichkeitsgründen der Strumpfhose den Vorzug.

Es gibt in Frankreich und England noch Hersteller, die auf einzelnen noch erhaltenen Strickmaschinen, echte Nylonstrümpfe - mit oder ohne Naht - produzieren und von den Firmen Gerbe, Cervin, Secrets in Lace oder Classic Charm Fashion vertrieben werden. 

Dabei kommt es zum Teil, zu extremen Preisunterschieden für das gleiche Produkt.

Es lohnt daher durchaus die Mühe im Internet etwas Recherche zu betreiben.




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